W U H E I - WHIPPET- BLOG
Dienstag, 16. Juni 2009
Was im Garten weitergeht,
kann man nur in Abständen dokumentieren, dann sieht man erst, wie brav mein Grün und Blüm wuchert.
Aber panta rhei auch hier, besonders, wenn es wie letzte Nacht stürmt und schüttet wie aus offenen Schleusentoren.
allen voran der Dill, dem das Topfleben genauso vorzüglichz behagt wie dem
Basilikum in der Ampel, der heuer besonders üppig wuchert - zur Freude meiner Küche.
Aber auch die Ampeln in den neuen weißen Rosenbögen, die nun das vermorschende Holzgerüst des Einfangsbereichs schon zu einem guten Teil ersetzen, tragen fröhlich bunte Insassen, die ich mir selbst zum Geburtstag gespendet habe.
Ein dichter Busch Edelweiß, wie er in der Natur so gar nie und mimmer vorkommt, ist noch zu blaßgrün und zeigt nur schmutzigweißblasse Knospen, aber die beiden Wandelröschen, die es mir angetan hatten
, haben sich mit ihrem Platz in der Höhe sofort angefreundet und seit ich nach ihnen gegoogelt habe, sieht mich immer, wenn ich an ihnen vorbeigehe und ihren ganz leicht herben Duft spüre, das wunderschöne Gesicht von Lantana von Gabi und Oliver an an. Sie tragen eine Fülle von Knospen und werden bald reich erblühen - ein tröstlicher Gedanke.

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Montag, 8. Juni 2009
Die kleinen Siege sind
meist die schönsten -

denn ausgerechnet in diesem schwarzbraun versifften Rietz hat [auch mit meiner Stimme ;);)] Dr. HP Martin alle Parteien geschlagen. Auch die Schwarzen, bei denen hier der Bürgermeister ja nicht gewählt, sondern regelrecht vererbt wird, und das seit Jahrzehnten. imjc

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Dienstag, 2. Juni 2009
Azawakh - Jahresausstellung 09
Voller Erwartung haben sich besonders Besitzer und Züchter von noch wirklich afrikanischen Azawakhs (nicht den Eurozwacks!) auf die Jahresausstellung 09 gefreut, sollte dies doch wieder die für die Zucht eigentlich relevante Ausstellung mit Richtern werden, die als besondere Kenner der Rasse gelten.

Weit gefehlt, leider, eine traurig verplemperte große Gelegenheit. Hat zwar Herr Sistermann, der ja auch nicht von der Rasse kommt, klar bewiesen, wie seriös und farbgenerös auch ein Aussenseiter diese Windhunde beurteilen kann, dachte man wohl mit der Wahl der heurigen Richterin wieder ähnliches zu erleben.
Da ich für die Dame bereits geschrieben hatte, als sie die Azawakhs beurteilte, war mir gleich klar, daß das rausgeschmissenes Geld ist mit meiner afrikanischen Scheckin - und ich habe auch Conny davon abgeraten, tausende Kilometer und Meldegeld dafür rauszuschmeissen, daß ihre wunderbare Bijou gleich bei der ersten Ausstellung abmontiert wird.

Und, wie recht hatte ich. Alles, was anders als dunkelrot war und dann mehr weiß als bloß rudimentäre Reste zeigte, landete schnell auf den abgeschlagene Plätzen, bekam wegen des Weißanteils mindere Noten.

Was aber dem gazen die Krone der Ignoranz aufsetzte: eine Spitzenhündin aus der Championklasse flog mit vielen anderen hervorragenden Hunden mit einer Disqualifikation aus dem Ring. Nicht, weil sie etwa aqggressiv gewesen wären oder verborgene anatomische Fehler hätten, nein, der Dame Richterin war der Weißanteil zu hoch.

Ich empfinde das als Affront gegen die Aussteller, denn die FCI hat klare Anweisung gegeben, daß im Grunde alle Farben erlaubt sind.
ABER: der DWZRV steht nach wie vor unter der Fuchtel der Aulad al Sahras - "Nomaden leben nur in einem Tal" und legt das auf Art dieser Züchter aus und läßt sogar noch einen Uraltrichter (genau der, der behauptet hatte, ein Hund hätte einen Zahnfehler und ihn deklassierte, obwohl der Zahn groß und deutlich im Maul zu sehen ist und dennoch bei seinem Zahnfehler-Urteil blieb) im Ring "aufpassen", daß ja nur Hunde vorne stehen, die einer falschen europäischen Vorstellung dieser Rasse entsprechen.

Es ist eine Frechheit sondergleichen. Und es spricht von sehr mangelhafter Kenntnis der Azawakhs im Ursprungsland.

Wir sind in erster Linie und ausschließlich der Reinerhaltung der Rasse, die in vielfältiger Ausprägung (was einem halbwegs intelligenten Menschen bei einem Nomadenvolk ja wohl mehr als klar sein sollte) in Afrika seit Jahrhunderten lebt verpflichtet. Und nicht dem, wie sich völlig unverantwortliche Mitteleuropäer die Rasse zurechtmodeln möchten.

Diese Disqualifikationen sind meines Erachtens nicht nur kontraproduktiv für die dringend nötige Vielfalt der Rasse, sonder schlichtweg sittenwidrig.
Und, so leid es mir für die sehr bemühte Veranstalterin tut, die Aussteller derart abgewerteter Hunde sollten eigentlich ihr Meldegeld und die Fahrtkosten zurückerstattet bekommen.

Last but not least ist zu hoffen, daß man aus dieser Schande die Lehre zieht und nächstes Jahr vielleicht einen amerikanischen Richter einfliegen läßt, der weiß, was ein Azawakh ist!

Iris Jacobs, stinksauer, aber froh, nicht dort gewesen zu sein.

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