W U H E I - WHIPPET- BLOG
Mittwoch, 24. Oktober 2007
Zensur über ein Hintertürl
Was für eine eigenartige Meinung, daß etwas, was in einem nicht für alle offenen (Unter)Forum geschrieben wird, nicht leicht doch für kundige Internetuser sichtbar werden könnte! Das kann man ja noch sanft lächelnd zur Kenntnis nehmen.
Aber daß dann Verbote erlassen werden, man dürfe über die Themen nicht ausserhalb schreiben oder wenn, dann nur mit allerhöchster, gnädigster Erlaubnis, das läßt mein Lächeln abrupt enden.
Sind das derart peinliche, hochgeheime Dinge, die niemand Aussenstehender über die Rasse Galgo wissen darf? Sind das Diskussionen über schwere Krankheiten oder Aggressionstendenzen in manchen Galgoschlägen? Sind es hochnotpeinliche Erörterungen über Züchter und deren Zuchteinstellungen?

Nein, nichts von alledem, es wird nur ganz allgemein über recht banale Dinge wie eben über die Pflege des Galgos, über eine zu vermittelnde kleine Galga und darüber, wer wo was gesagt hat, geschrieben.

Es erinnert mich stark an die Windhundparade, die ich dann, als ich sie gackerndes Wildhuhnpalaver genannt hatte, verlassen durfte. Dort waren die brennenden Themen, wie horny ein Schlagersänger wäre und - kicher-kicher- daß Möpse ja nicht nur Möpse seien und aber, aber, aber die Möpse jeder Art doch so nett wären und ähnlichen Schmus (ein nettes Wort wür Sch...).

Also werde ich mich wieder Harry's Bar zuwenden und dort meinen Bayleys Creme schlürfen und mich dort wohlfühlen und hoffen, daß mich die Furien nicht verfolgen. ich, noch lebend

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Dienstag, 23. Oktober 2007
Unerkannte Eindringlinge
Woran viele Hundezüchter, die am Land leben, im Grunde gar nicht denken, gehören doch Nachbarskatzen doch zu den täglichen, wenn auch vorsichtigen Besuchern.

Bauernkatzen, die sich auch von Mäusen ernähren, wie es sich ja gehört, können ohne selbst irgendwelche Symptome zu zeigen, Überträger einer für unsere trächtigen Hündinnen sehr gefährlichen Krankheitsgruppe sein: es sind dies die Zoonosen, Infektionen, die direkt von Tier zu Tier (oder vom Tier auf den Menschen) übertragen werden ohne dass Zwischenwirte eingeschaltet werden. Neben Viren, Bakterien und Pilzen können auch Parasiten Zoonosen auslösen. Unter diesen sind die wichtigsten Toxoplasma, Kryptosporidium, Giardia und Toxocara.

Toxoplasmen sind bei allen warmblütigen Tieren und beim Menschen weltweit verbreitet zumeist verläuft die Infektion beim Menschen ohne Krankheitserscheinungen (Toxoplasma-Infektion). Kommt es zu klinischen Erscheinungen so bezeichnet man das als Toxoplasmose. Nur bei der Hauskatze und nahen Verwandten (Felidae) kommt es zu einer sexuellen Vermehrung des Parasiten.

Nach Aufnahme des Erregers durch Mensch oder Tier kommt es zumeist nicht zu klinischen Erscheinungen. Neben der Beschreibung von Einzelverläufen beim Tier sind es im wesentlichen die Probleme des Abortes z.B. bei Schafen und der schweren Erkrankungen oder Tod bei Neugeborenen und Jungtieren. Dies kann, wie man inzwischen weiß, genauso bei trächtigen Hündinnen passieren!
Also bitte, Vorsicht mit fremden Katzen, aber auch wenn die eigenen Katzen Freigang haben und auf Mäusejagd gehen, sollte man sie nicht unbedingt in Kontakt mit einer trächtigen Hündin bringen.
Iris

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Freitag, 19. Oktober 2007
Die Seele des Windhundes will frei sein -
jedesmal, wenn ich das höre, dreht sich mir der Magen um.
Jeder, der so einen Schwachsinn von sich gibt, hat keine Ahnung von Kynologie.
Ober er bildet sich ein, Windhunde sind keine Hunde wie alle anderen.
Oder er hat nur einen oder höchstens zwei.
Und/oder er ist zu faul, um mit den Hunden zu arbeiten, bitte, bitte, wenigstens die basics an Unterordnung und Gehorsam!
Aber nein, Windhunde müssen frei sind, Windhunde sind anders, daher dürfen Windhundrüden überall auch an fremde Autos oder Zelte pinkeln, daher dürfen Azawakhs immer noch grauslich unsicher gehalten werden und ungestraft nach vielen Leuten und auch Richtern schnappen, daher dürfen Sloughis oder Salukis untragbar scheu sein. Nein, das gehört ja so, das ist die oriantalisch-vornehme Zurückhaltung.

Windhunde sind was so derartig übermäßig Besonderes, man könnte meinen, sie scheissen goldene Haufen und pinkeln Rosenwasser.

Windhunde müsssen frei sein? Ja, und vielleicht auch noch jagen und reissen dürfen, wo sie wollen: darfs vielleicht ein Reh im Zielhang vom Hahnenkamm sein? Aber geh, diese bösen, bösen Menschen hier, die kapieren doch gar nicht, wie frei die Orientalen in ihren Ursprungländern sind.

Daß das ganz anders ist, davon haben all diese Träumer - wie sagt Hexe M so nett - Nüsse Ahnung. Orientalen haben ein weitaus härteres Leben dort, in ihrer weiten Heimat, dort, wo sie angeblich so unendlich frei sein dürfen: nämlich gar kein freies Leben, sondern eines, in dem sie wegen ihres hohen Wertes in erster Linie an der Leine zu sein haben.

Sie stehen zwar angeblich im Wert über Frauen, aber wenn sie nicht parieren, geht man dort mit ihnen genauso strikt und radikal um wie mit Frauen, vielleicht sogar noch strikter, denn Windhunde haben keine Familie, die einen Mörder ebenfalls umbringen könnte. Und von wegen frei laufen oder gar jagen dürfen: nix da, jagen dürfen nur die Herren Chefes am hohen Roß.

Aber all das wird gerne ignoriert und von der großen freien Seele geschwafelt. Es erinnert mich peinlich an die antiautoritäre Erziehung, die fast ausschließlich völlig lebensfremde, teils asoziale Erwachsene und selbstüberschätzende Chaoten hervorgebracht hat.

So läufts eben nicht bei Rudeltieren. Mensch und Hund haben nix von der großen Freiheit, wenn sie nicht gelernt haben, quocumque sunt certi denique fines.
Iris.

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